UPCOMING IM HERBST

Sobald der Herbst anfängt, erwacht die Kunstszene in Wien wieder zum Leben. Meine Highlights hab ich hier für euch zusammen gefasst:

MUSEEN:

Die Albertina glänzt im Herbst mit zwei tollen Ausstellungen:

Zum einen zeigt sie anlässlich des 100 Geburtstags Maria Lassnigs eine umfangreiche Retrospektive zum anderen eine Dürer-Ausstellung wie sie nur selten zu sehen ist.

Maria Lassnig – Ways of Being | 06.09.2019 – 01.12.2019

Maria Lassnig ist vor allem durch ihre „Körperempfindungsbilder“ bekannt, zentral sind hier vor allem ihre charakteristischen Selbstporträts. Sie setzte sich als eine der ersten Künstlerinnen bereits in den 1940er Jahren mit Themen wie Körper, sowie Körperlichkeit und Empfindungen auseinander.

Maria Lassnig, Mit einem Tiger schlafen, 1975.
Albertina Wien – Dauerleihgabe der österr. Nationalbank. (c) Maria Lassnig Stiftung.

Albrecht Dürer | 20.09.2019 – 06.01.2020

Für die spektakuläre Dürer-Ausstellung hat die Albertina über 200 Exponate des Renaissance-Künstlers zusammengetragen. Darunter zusehen sein wird auch der berühmte Dürer-Hase, der normalerweise im Depot weggesperrt ist um die Zeichnung zu schützen, sowie zahlreiche andere selten zugängliche Exponate. Mein Rat: Schaut euch die Ausstellung möglichst zu Beginn an, gegen Ende nimmt der Besucheransturm meist nur noch zu, und der wird bei dieser Ausstellung sehr groß sein!

Albrecht Dürer, Feldhase, 1502.
(c) Albertina Wien

Das Leopold Museum zeigt Werke von Richard Gerstl:

Richard Gerstl – Inspiration – Vermächtnis | 27.09.2019 – 20.01.2020

Richard Gerstl war ein österreichischer Ausnahme-Künstler und gilt als einer der ersten österreichischen Expressionisten. Sein Werk wurde erst nach seinem Tod (er beging mit gerade einmal 25 Jahren Selbstmord) entdeckt. Die Ausstellung im Leopold Museum zeigt zum ersten Mal nach 25 Jahren wieder eine große monografische Schau seiner Werke in Österreich.


Richard Gerstl, Selbstbildnis als Halbakt, 1902/04 © Leopold Museum, Wien

Das Kunstforum Wien zeigt Werke von Pierre Bonnard:

Pierre Bonnard – Die Farbe der Erinnerung  | 10.10.2019 – 12.01.2019

Pierre Bonnards Stil kann man wohl am ehesten dem Post-Impressionismus zuordnen. Über die Jahre seines Schaffens entwickelte er jedoch einen sehr eigenen Malstil der sich stark mit Farbe als Ausdrucksmittel beschäftigt. Die Ausstellung im Kunstforum setzt sich genau mit diesen Farbräumen und dem Thema Farben als Stimmungsträger auseinander.

Der Kaffee, 1915, Le Café, Öl auf Leinwand, 73 × 106,4 cm , Tate. Presented by Sir Michael Sadler through the Art Fund 1941 © Tate, 2019

Das KHM zeigt mit Werken Caravaggios und Berninis ein „Barockspekatakel“:

Caravaggio & Bernini | 15.09.2019 – 19.01.2020

In dieser Ausstellung treffen zwei Meister des Frühbarocks aufeinander. Zum einen Caravaggio der in seinen Gemälden durch starke Hell-Dunkel-Kontraste völlig neue Wege einschlug und Europaweit viele Künstler nachhaltig beeinflusste. Zum anderen Bernini, der einen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der barocken Architektur und Skulptur in Rom hatte. Auch hier mein Rat: Wer zuerst kommt mal zuerst, die Ausstellung ist zu Beginn meist noch nicht so überlaufen wie gegen Ende.

Michelangelo Merisi, gen. Caravaggio, DAVID MIT DEM HAUPT DES GOLIATH
um 1600/01.
(c) KHM Wien

MESSEN:

Die beiden Klassiker der Herbstmessen stehen natürlich auch wieder an:

Vienna Contemporary | 26.09.2019 – 29.09.2019

Die Vienna Contemporary zeigt wieder zeitgenössische Kunst der eher höher-preisigen Art und vereint Galerien aus ganz Europa.

Parallel Vienna | 24.09.2019 – 29.09.2019

Ebenfalls mittlerweile Fixpunkt im Wiener Kunstkalender ist die Parallel Vienna, die sich als Satellitenmesse rund um die Vienna Contemporary in den letzten Jahren etabliert hat. Galerien, Künstler und Project Statements beleben dabei wieder ein leerstehendes Bürogebäude. Jeder Raum eine Überraschung – unbedingt anschauen! Preislich nicht ganz so teuer wie die VC, da können auch junge Sammler das ein oder andere Werk abstauben.