WOW! The Heidi Horten Collection

Den Titel dieser Ausstellung hätte das Leopold Museum wirklich nicht besser wählen können! Denn die Ausstellung ist wirklich WOW! Heidi Horten hat nach dem Tod ihres Mannes Helmut Horton dessen Kunstsammlung nach ihrem Geschmack erweitert. Und ich muss sagen, ihr Geschmack = mein Geschmack. Ich war total baff als ich diesen Querschnitt durch die Kunstgeschichte des 20. Und 21. Jahrhunderts gesehen habe. So baff, dass ich gleich mal Herzrasen und ein komisches Gefühl im Magen bekommen, aber das lag vielleicht auch an dem achtel Cola das ich davor getrunken habe. So viel Koffein ist mein Körper nicht gewohnt und das gepaart mit wahrscheinlich einer der besten zeitgenössischen Ausstellungen in Wien der letzten Jahre, da kann man schonmal nervös werden.

Vertreten sind wirklich sämtliche Kunstgrößen des letzten Jahrhunderts und viele davon gehören zu meinen absoluten Lieblingen:

Yves Klein, Cy Twombly, Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Jean-Michel Basquiat, Damien Hirst, Julian Schnabel, Gerhard Richter, Erwin Wurm, Pablo Picasso, Georg Baselitz, René Magritte, Marc Rothko, Marc Chagall, Gustav Klimt und, und, und…

Die Frau muss Geld gehabt haben!

Andy Warhol

Gerhard Richter

Gleich beim Eintreten wird man von einem riesigen Roy Lichtenstein begrüßt, geht man dann nach Rechts weiter (Ich glaube eigentlich die falsche Richtung, chronologisch startet die Ausstellung Links) wird man gleich in viel Farbe gehüllt. Damien Hirst, Julian Schnabel, und Gerhard Richter kämpfen um unsere Aufmerksamkeit. Dazwischen steht der Kastenmann von Erwin Wurm.

 

Damien Hirst

Wir gehen weiter zu den Warhols und den Basquiats, denn dort hängt auch eine Kollaboration der beiden Künstler. Basquiat vergötterte Warhol. Als den beiden ein Galerist vorschlug doch etwas zusammen zu machen, waren beide gleich Feuer und Flamme. Warhol besiebdruckte (wie nennt man das richtig?) die Leinwand und Basquiat übermalte es. Nach Eröffnung der gemeinsamen Ausstellung bezeichnete ein Kunstjournalist Basquiat jedoch als das Maskottchen von Warhol (damals schon der Kaiser der modernen Kunst) was die Beziehung der beiden für immer zerstören sollte.

Jean-Michel Basquiat und Andy Warhol

 

Weitergehts in die blaue Welt von Yves Klein. Was ich jedoch schade finde ist, dass sich sein Relief Epongé Bleu hinter einer hässlichen, furchtbar spiegelnden Plexiglasscheibe versteckt. Im Städel Museum und im Museum Ludwig hängen die Werke ohne entsprechenden Schutz, was sie viel mehr leuchten lässt. Gerade das Strahlen des „Yves Klein-Blau“ ist es doch was seine Bilder so einzigartig macht.

Yves Klein

Aber ein Selfie mit Yves Klein geht…

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Saal mit den Werken von Georg Baselitz habe ich erst bei meiner zweiten Runde so richtig wahrgenommen. In der Mitte hängt nämlich eine runde Leinwand, mit einem scheinbar abstrakten Gemälde darauf, dabei ist es gar nicht so abstrakt. Bei genauerer Betrachtung erkennt man nämlich, dass dort ein Hund dargestellt ist, nur steht der am Kopf. Wenn man das bemerkt hat, dann sieht man auch das bei den anderen Gemälden irgendetwas komisch ist. ?

Danach folgen die Wegbereiter der modernen Kunst, Picassos Kubismus, Chagalls Expressionismus und René Magritte mit seinem Surrealismus, von dem ich auch ein riesen Fan bin!

Aber ich glaube den Rest der Ausstellung müsst ihr einfach selbst erleben! Wer die verpasst der ist selbst Schuld!

Die Ausstellung ist noch bis 29.07.2018 im Leopold Museum zu bestaunen.

> Link zu Ausstellung <

Noch mehr Fotos könnt ihr auf meinem Instagram-Account sehen! @experiencing_art

 

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