Nürnberg – Stadt der Brunnen und Kirchen

Einen Spaziergang durch die Altstadt von Nürnberg beginnt man am besten bei der Ubahn-Station „Weißer Turm“.

Gleich beim hinaustreten erwartet einem ein wirklich schräger Brunnen mit dem Titel „Ehekarussell“ bzw. Hans Sachs-Brunnen, entworfen vom Bildhauer Jürgen Weber. Dieser Herr Weber dürfte wohl nicht allzu viel von der Ehe gehalten haben, da man unter anderem eine Figur die an einen Basilisken erinnert und zwei, sich würgende, Skelette erkennen kann.

„Ehekarussell“-Brunnen in Nürnberg (1984)

Danach folgt man am besten Kirchturm zu Kirchturm bis man irgendwann bei der Kaiserburg landet.

Die erste Kirche auf diesem Spaziergang ist die St. Lorenz- Kirche, eine ursprünglich hochgotische Basilika von 1250 die im 15. Jahrhundert um einen spätgotischen Hallenchor erweitert wurde. Nachdem sie gegen Ende des zweiten Weltkriegs, so wie der Rest Nürnbergs, schwer zerstört war wurde sie 1946 wieder aufgebaut.

St. Lorenz Kirche in Nürnberg

Neben der St. Lorenz Kirche findet man übrigens einen weiteren lustigen Brunnen: Den Tugend-Brunnen. Man erkennt darauf weibliche Allegorien der drei göttlichen Tugenden sowie der Kardinaltugenden des Plato. Das Wasser schießt dabei aus den Nippeln.  Erbaut wurde der Brunnen 1584 bis 1589 von Benedikt Wurzelbauer.

Tugend-Brunnen in Nürnberg

Weiter geht’s über die Pegnitz, vorbei an der Heilig-Geist-Kirche, zur Frauenkirche. Sie wurde auf Geheiß  Kaiser Karls IV 1352 – 1361 erbaut. Am Marktplatz davor findet übrigens jedes Jahr der berühmte Nürnberger Christkindl-Markt statt.

Frauenkirche in Nürnberg

Heilig-Geist-Kirche in Nürnberg

Danach schreitet man über den Markt zum schönen Brunnen (ja der heißt wirklich so).  Angeblich bekommt man drei Wünsche erfüllt wenn man einmal am Ring des schönen Brunnen dreht. Aber Vorsicht! Wer dreimal dreht der hat vielleicht bald eine Krabbelgruppe zu Hause. 😉

Schöner Brunnen – Detail.

Schöner Brunnen in Nürnberg

 

 

 

 

 

 

 

 

Als nächstes trifft man auf die St. Sebald Kirche, welche sich unterhalb der Kaiserburg befindet. Sie ist die älteste Pfarrkirche Nürnbergs und lässt sich in etwa auf das 13. Jahrhundert datieren.

Am Weg hinauf zur Kaiserburg kommt man am Albrecht-Dürer-Denkmal und an wunderschönen Fachwerkhäusern vorbei. Übrigens: Wer zwischendurch Hunger bekommt, der sollte sich auf keinen Fall „Drei Nürnberger im Weckla“ entgehen lassen. Omnomnom.

Fachwerkhäuschen

Der kleine Aufstieg zur Kaiserburg lohnt sich auf jeden Fall, da man von dort oben einen schönen Ausblick auf die Altstadt hat. Wer noch höher hinaus will, der kann sich für 3,50€ bzw. 2,50€ einen Ticket für den Turm und den tiefen Brunnen kaufen. Der tiefe Brunnen ist in jedem Fall sehr sehenswert. Er ist über 50m tief und es dauert ca. 5 Sekunden bis das hineingeschüttete Wasser auch unten ankommt. Die Kaiserburg ist seit dem Mittelalter das Wahrzeichen Nürnbergs.

Ausblick von der Kaiserburg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.